Yu Wei oder: Was ist Gesundheit?

Yu Wei – lt Theo Fischer die Kunst, sich das Leben schwer zu machen.

Ich bin einen langen Weg gegangen. Ich bin in meinem Leben an sehr viele Hindernisse gestoßen. So einige davon haben mich stark eingeschränkt, mein menschliches Potenzial beschnitten. Viele davon musste ich erst mal aufspüren, ansehen, kennenlernen, um sie auflösen oder einen Umgang finden zu können.

Diesen Weg bin ich noch nicht bis zu Ende gegangen, habe aber sehr viel bereits gesehen. Ich möchte hiermit meine Einsichten und Erfahrungen teilen. Denn jedes einzelne dieser Hindernisse lebt nicht nur in mir, sondern auch in vielen anderen Menschen unserer heutigen Zeit. Sehr viele Menschen kommen – gerade, wenn sie sich auseinandersetzen – an unerklärliche innere Grenzen. An Leistungsbeschränkungen im körperlichen oder mentalen Bereich, bekommen Teile ihres Lebens nicht geregelt und den Arsch nicht hoch oder leiden unter innerer Unruhe. Sieht man die Ursachen nicht, so macht die Selbstverurteilung in der Regel alles noch komplizierter: wenn ich nicht in die Pötte komme oder Dinge nicht kann, muss ich ja irgendwie komisch sein? So ging es jedenfalls mir, und das ist mir sehr stark auf das Selbstwertgefühl geschlagen. Zu durchschauen, dass da handfeste Dinge hinterstehen und ich nicht einfach nur diffus komisch bin, war da eine große Hilfe unmd Befreiung.
Nicht alles kann ich erklären, und es gibt sicherlich einige Blockaden, die ich noch nicht geschaut habe. Aber vielleicht sind meine Schilderungen Inspiration, sich einige Dinge noch mal näher anzusehen.

Sei nur vorsichtig: einige Dinge mögen Dir von Dir selbst oder Deinen Freunden bekannt vorkommen. Das heißt aber nicht, dass die selbe Ursache vorliegt – viele der hier beschriebenen Hürden produzieren unspezifische Symptome. Da muss man im Einzelfall näher hinsehen; mit schnellen tölpelhaften Diagnosen ist selten geholfen.

– – – – – – – – – – – – – – – – – – – – –

Ich war ein sehr stilles Kind. Ein stiller Beobachter. Als Kompensation wurde ich später schnell, oft hektisch, aber damit auch fahrig. Ich war immer innerlich stark unruhig und getrieben. Fing vieles an, führte aber wenig wirklich weiter. Ich war immer ein Kopfmensch, mit praktischen Dingen oft überfordert; vor allem damit, mein Leben selbst in die Hand zu nehmen. Meine Selbst- und Körperwahrnehmung war schlecht. Körperlichwar ich immer gut in explosiven Dingen wie Weitsprung, konnte aber mit zunehmendem Alter immer schlechter Muskelkraft aufbauen; auch an der Kondition haperte es immer. Training, um beides aufzubauen, war so mühsam, dass ich es nicht weiter verfolgte.

Sozial war ich oft überfordert, zurückgezogener Außenseiter. Entsprechend erste Freundin erst mit 23. Sprechen lernte ich erst mit ca. 3 Jahren. Innerlich war ich immer unruhig, nervös, konnte nicht meditieren, kannte keine innere Ruhe. Mit 26 dann begannen massivste Herzrhythmusstörungen. Denken konnte ich immer gut, aber der Bezug zur Realität fehlte oft; durch das starke Versunkensein war auch meine Wahrnehmung meiner Umgebung stark getrübt, bis hin zu häufigen Stolperern; ich lebte wie durch einen Schleier hindurch. Mit neun entwickelte ich starke Tics (Muskelzuckungen, in meinem Fall in Form von Zwangshandlungen). Und spätestens seit Anfang zwanzig war ich chronisch tendenziell freudlos.

All diese Dinge isolierten mich menschlich und drückten auf mein Selbstwertgefühl. Natürlich hatte ich auch Talente und habe meinen Rahmen gut zu nutzen gewusst, doch diese Einschränkungen nervten zunehmend.

Ich merkte immer, dass ich in machen BEreichen anders war als Andere, konnte das aber nicht richtig greifen und festmachen. War ich einfach nur schlecht? War ich einfach nicht richtig? Diese Fragen drückten meinen Selbstwert enorm.

Ich ging auf die Suche, auf die Suche nach mir selbst. Ein wichtiges Medium dafür war Parkour; weitere starke Beiträge leisteten das Wildnistraining und das Ki-Training. Viel wurde in einem Gespräch mit meiner Mutter über meine Entwicklungsgeschichte klar, und einige medizinische Erkenntnisse taten ihr Übriges.

– – – – – – – – – – – – – – – – – – – – –

Schauen wir ein wenig in meine Stolperfallen:

1. Geburt – Epilepsie – Medikamente

Diesen Part beginne ich gerade erst richtig aufzuarbeiten. Bei der Geburt hatte ich die Nabelschnur um den Hals, die mir die Luft abschnürte; ich kam mit einiger Nachhilfe blau angelaufen und zitternd zur Welt. Dabei ist es zu Hirnschädigungen gekommen; ich vermute, dass diese auch das Sprachzentrum getroffen haben.

Bei Kindern, die so geboren werden, gibt es offenbar einige typische weitere Verläufe, die in Richtung ADS (Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom) gehen. Ich gehe davon aus, dass dieses bei mir vorliegt, eine Diagnose gibts bisher nicht. Die inhaltliche Aufarbeitung dessen steht noch aus. Eine der Folgen ist wohl meine sprunghafte, zerstreute Art zu denken.
Wohl ebenfalls in der Folge dieses Geburtsverlaufes entwickelte ich als Kleinkind eine ausgewachsene Epilepsie. Diese wurde medikamentös behandelt – mit schweren Medikamenten, die zwar erfolgreich waren, aber schwere Nebenwirkungen zeigten. So gelten diese Medikamente als persönlichkeitsverändernd und dämpfend. Ich bekam sie neben meiner Kindergartenzeit, von 3 – 6 Jahren – genau in der Zeit, in der man grundlegende soziale Erfahrungen macht. Aus dieser Zeit gibt es Fotos von Klein-Malte, abseits am Rand der Gruppe, mit hängenden Schultern, fehlender Körperspannung und ohne jedes Zeichen von Freude.

Vermutlich als Spätfolge dieser ganzen Geschichten entwickelte ich mit neun Jahren massive Tics – Muskelzuckungen. In meinem Fall waren die nicht unwillkürlich, sondern aktiv ausgeführt; eine klassische Zwangshandlung, die sich verschieben oder mühsam unterdrücken lässt, aber eigentlich ausgeführt werden muss – der Antrieb ist vergleichbar mit dem Gähnen. Diese Tics habe ich abgemildert bis heute, weiß sie aber besser zu verstecken als noch damals.

2. Scheidung

Noch komplett unbearbeitet ist, was genau die Trennung meiner Eltern bewirkt hat – ich war vier damals. Was ich weiß, ist, dass ich in dieser Zeit ein schwarzes Loch in meinem Gedächtnis habe. Und dass ich irgendwo in dieser Zeit mein Urvertrauen verloren haben muss – was aber auch mit den Medikamenten zusammenhängen kann.

3. Händigkeit

Darauf bin ich mit 29 Jahren durchs Ki-Training gekommen: ich bin Linkshänder, bin aber als Rechtshänder aufgewachsen. Ich erinnere mich noch an die Zeit um die Einschulung – ich hielt mich für einen Beidhänder, musste aber mich für eine Hand entscheiden, als es ans Schreibenlernen ging. Ich sah, dass das fast alle mit Rechts tun und beschloss, das auch zu tun… Seitdem hielt ich mich für einen Rechtshänder.

Eine verkappte Händigkeit schraubt einem einen Knoten ins Gehirn. An der Uni München gibts da extra ein Institut zu: tue ich dauernd etwas mit der falschen Hand, bekommt also die zuständige Hirnhälfte einen Input. Die sagt: schöner Input, das ist aber nicht meine Aufgabe – und schiebt die Information rüber in die andere Hirnhälfte. Die sagt: ja, mein Job, aber ich hab keinen Input – und schiebt die Information wieder zurück… Folge ist, dass ein verkappter Linkshänder dauernd kreisende Gedanken hat, das Gehirn stark beschäftigt ist. In der selben Zeit braucht ein solches Gehirn tatsächlich drei Mal mehr Rechenleistung als ein normales, richtig gepoltes Gehirn…

Kaum ein Mensch ist 100% stimmig in der Aufteilung der Händigkeit, und das ist ein spannendes Experimentierfeld; aber das Hirn kann vieles ausgleichen. Ein dauerndes Verdrehen aber überlastet ein Gehirn auf Dauer.

Nachdem ich zurückgeschult habe auf linkshändig, sortierte sich mein Gehirn. Erstmals erlebte ich so was wie innere Ruhe, mein Wahrnehmungsschleier hob sich ein wenig, ich wurde sortierter, praktischer, lebendiger, präsenter, bekam plötzlich Dinge geregelt. Einer der ganz großen Wendepunkte in meinem Leben…

…und ich bin nicht der einzige Betroffene. In Deutschland gibt es offiziell 8% Linkshänder. In Großbritannien rund ein Drittel, in Japan rund 1%. Wie kann das?
In einer mir bekannten Kita wird drauf geachtet, die Kinder nicht festzulegen. Und hier erweisen sich rund ein Drittel der Kinder als Linkshänder.
Die Hälfte aller Tiere sind Linksfüßler; wer Spuren lesen kann, kennt den Unterschied. Von der Genetik her gibt es Zeichen, dass auch beim Menschen ein Drittel oder die Hälfte Linkshänder sein müssten.

Wir sind bei 8%? Wo sind die Anderen? Wie viele Menschen gibt es, die in sich nicht reibungsfrei laufen? Nicht alle davon werden verkappte Linkshänder sein, aber einige sind sicherlich dabei.

Aus gegebenem Anlass: in der Thematik kommt es schnell zu Fehldiagnosen, und einfach alles andersrum zu machen ist keine geeignete Therapie. Wer sich für betroffen hält, beschäftige sich bitte intensiv damit, ggfs unter Einbezug von Fachleuten, um sich nicht noch weiter zu verdrehen. Es gibt auf diesem Gebiet sehr viele Stolperfallen!

4. Hypoglykämie

Die Hypoglykämie war die nächste bahnbrechende Entdeckung. Im November 2012 war ich gut vier Wochen lang nicht arbeitsfähig – ich war fürchterlich schwach, kam kaum noch eine Treppe rauf. Gut vier Wochen Ärztemarathon, vier Tage Krankenhaus, gut vier Wochen stabil-miserabler Zustand ohne jede Besserung. Die Ärzte fanden nichts, erklärten mich für organisch gesund. Meiner Hausärztin fiel als letztes Mittel nur noch ein, mich in die Psychosomatik zu schicken.

Sie alle übersahen mein Zuckerproblem, welches mir letztlich selbst auffiel. Als meine Hausärztin auch hier keine Besonderheit entdecken konnte, ging ich zu einem sauteuren Privatarzt, und der konnte schließlich eine Diagnose stellen: Hypoglykämie. Eine Krankheit, die sehr real, aber erstaunlicherweise sehr vielen Medizinern schlicht unbekannt ist.

Hypoglykämie bedeutet Unterzuckerung und ist genau das Gegenteil von Diabetes. Ironischerweise löst Zuckeraufnahme (auch in Form von Stärke, nur da viel schwächer) genau jene Unterzuckerung aus. Meine Bauchspeicheldrüse ist schlicht überaktiv – nehme ich Zucker zu mir, baut sie durch Insulinausschüttung mehr Zucker ab, als ich aufgenommen hatte. Folge ist ein zu geringer Blutzuckerspiegel – und damit verbunden wieder eine massive Lust auf Süßes.

Blutzucker ist lebenswichtiger Bestandteil vieler Vorgänge im Körper. Das Gehirn benötigt ihn für seine Aktivität, und die Muskeln ebenfalls (daher wohl auch die Einschränkungen in Ausdauer, Maximalkraft und Muskelaufbau).

Ist eine Drüse durcheinander, werden in der Regel auch die Anderen darauf reagieren. Fällt der Blutzucker zu stark, wird ein weiteres Hormon verstärkt ausgeschüttet: das Adrenalin. Es soll Reserven aus Leber und Muskeln mobilisieren, die aber irgendwann natürlich aufgebraucht sind. Folge aber war ein ebenfalls seit vielen Jahren chronisch erhöhter Adrenalinspiegel – Ursache für innere Unruhe, Herzrhythmusstörungen, mentale Blockaden.

Offenbar hatte ich dieses Problem chronisch seit vielen Jahren und eben in jenem November war es akuter geworden.

Die Behandlung bestand schlichtweg in einer angepassten Diät. Innerhalb vier Tagen ging es mir wieder gut, nach zwei Wochen ging es mir besser als je zuvor. Ich war wieder leistungsfähiger und bald kräftiger als je zuvor; ich beginne seitdem, Muskelmasse aufzubauen. Die Herzrhythmusstörungen sind Geschichte, ich bin in mir viel ruhiger und sortierter und kann manchmal inzwischen sogar meditieren.

Ebenfalls einer der ganz großen Wendepunkte in meinem Leben…

4. Borreliose

„Das haben Sie nicht auch noch gebraucht“ stöhnte meine Osteopathin, als ich ihr von dieser neuen Diagnose erzählte. Ich war schon immer viel draußen gewesen, und irgendwann muss ich mir mal eine Zecke gefangen haben, die den Erreger trug. Jedenfalls habe ich Borreliose, und bereits in der chronischen Form, die so ziemlich nicht mehr behandelbar ist. Ich habe massive Schübe bekommen, in denen ich mich wochenlang fiebrig fühlte, mit entsprechenden Erschöpfungszuständen und teilweise Gliederschmerzen. Auch zwischen den Schüben fühlte ich mich schlapp, wobei ich nicht sagen kann, ob das nicht auch auf die Hypoglykämie oder Geburtsfolgen oder sonstwas zurückzuführen ist. Zustände, die in meinem anstrengenden Job geradezu fatal sind.

Die klassische Medizin war in meinem Fall ratlos. Eine alternativmedizinische Maßnahme scheint aber gewirkt zu haben; jedenfalls habe ich seitdem keine Schübe mehr gehabt. Ich muss aber davon ausgehen, diese Krankheit mein Leben lang mit mir herumzutragen; sie kann jederzeit wieder losbrechen. Ich muss daher verstärkt auf mein Wohlergehen achten.

Diese Krankheit haben die Ärzte übrigens auch erst auf Nachfrage gefunden. Ich weiß nicht, warum sie bei allen meinen Arztbesuchen der letzten Jahre nie getestet wurde, passen die Symptome der letzten Jahre doch auch zu dieser Krankheit. Offensichtlich muss man die Ärzteschaft da noch treten. Wer immer wieder schlappe Phasen episodenweise hat, tut gut daran, sich testen zu lassen – macht auf Nachfrage jede allgemeinmedizinische Praxis auf Kassenkosten. Allerdings können die finanzierten Tests auch falsch-negativ sein.

5. Kopfsteuerung

Keine Krankheit, aber eine falsche Denkweise, teilweise als Kompensation der genannten Krankheiten möchte ich noch ansprechen.

Es fiel mir erstmals beim Spurenlesen auf. Ich hatte gerade einen Spurenkurs besucht und fand auf meinem Eifeler Hausberg eine Fuchsfährte im Schnee. Ich folgte ihr rückwärts quer über die Hügel zu tollen Plätzen in der Landschaft. Dabei kam ich, der Fährte folgend, an eine quadratische Wiese, die ringsum von Büschen umgeben war, mit Durchlässen in zwei gegenüberliegenden Ecken. Ich sah, dass der Fuchs nicht direkt über diese Wiese gegangen war, sondern in einem Bogen, als hätte der Schutz der Hecken ihn angezogen. Warum tat er das, wo er im Schnee doch auf absolute Effizienz angewiesen ist?
Ich verlor die Fuchsfährte etwas später im Gebüsch. Frierend, zähneklappernd und mit der Aussicht auf einen Tee und eine heiße Badewanne ging ich den selben Weg zurück und auch wieder quer über die genannte Wiese, möglichst direkt, dem Ruf der Wärme folgend. Als ich mich aus einem Impuls heraus noch mal umdrehte, bemerkte ich an meinen Spuren, dass ich denselben Bogen gemacht hatte wie der Fuchs auf dem Hinweg. Warum, wenn ich doch möglichst schnell nach Hause wollte?

Ich fidn an zu begreifen, dass meine wahren Antriebe wenig mit dem zu tun haben, was ich bewusst mitbekomme. Seitdem achte ich auf Antriebe, die nicht aus meinem Kopf kommen.

Bisher war ich Meister darin, aus Kopfbeschluss heraus die Dinge zu tun, von denen ich logisch annahm, dass sie anlägen. Oder eben nicht zu tun, weil mein Kopf sich irgendwann nicht mehr gegen das Restsystem durchsetzen konnte und ich mich dann selbst blockierte. Entsprechend sah meine Wohnung aus, ebenso wie die Erledigung der meisten wichtigen Dinge – ich hinkte immer hinter allem her, bis es sich nicht mehr verschieben ließ und ich mit purem Willen mich denn doch aufraffte.

Was dabei auf der Strecke blieb, war neben meiner Ordnung auch meine Lebensfreude. Denn ich tat nur wenig aus meinem Inneren heraus.

Wenn ich ehrlich bin, kann ich wenig über mich sagen. Wie bin ich, was treibt mich? Ich weiß es nicht. Aber mein bewusster Anteil beobachtet meine Neigungen und Triebe, und ich bemühe mich, möglichst viel davon einfach umzusetzen, quasi geschehen zu lassen. Die Botschaften des Unterbewussten zu erkennen ist befreiend – unser bewusster Anteil ist nur ein Bruchteil unseres Selbst, die andere Seite fordert auch ihren Raum. Ich habe gelernt, neugierig zu sein auf das, was mich antreibt. Ich habe gelernt, möglichst wenig Pläne zu machen und den Impulsen zu vertrauen. Oft kann ich sie inzwischen identifizieren und ihre Richtung angeben. Und siehe da – richte ich mich danach, kommt Lebensfreude zurück. Ja, ich kann wieder Spaß am Leben haben! Das ist noch nicht lange so. Toll, gelle?

– – – – – – – – – – – – – – – – – –

Ich bin bescheiden geworden. Ich weiß, dass ich große Anteile meines Lebens nicht verstehe. Aber es lohnt sich, die Dinge zu suchen, die unser Handeln und Denken bestimmen. Gerade, wenn ich in einigen Bereichen nicht reibungsfrei funktioniere, schaue ich näher hin und versuche mir selbst auf die Schliche zu kommen. Dieser Prozess ist mühsam und kann schmerzhaft sein, aber er ist unendlich befreiend. Für mich war er notwendig – ich weiß nicht, ob und wie ich sonst jetzt noch leben würde.

Ich habe diese Aspekte meiner Geschichte hier aufgeschrieben, weil ich genau dazu inspirieren möchte: genau hinzuschauen, was uns treibt und was uns hält. Vielleicht erkennen sich einige in meinen Ausführungen wieder und mögen sich das näher anschauen. Vielleicht findest Du auf Deinem Weg auch andere Stolperfallen als ich auf meinem. Wichtig ist nur: wach bleiben und neugierig auf Leben und Lebendigkeit.

Ich stehe für Austausch gerne zur Verfügung.

Liebe Grüße,

Malte

Dieser Beitrag wurde unter Blogroll veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.