Körpertraining und Körperstruktur

Hinweis: ich bin kein ausgebildeter Arzt, Körpertherapeut oder ähnliches. Die folgenden Ausführungen resultieren aus einer intensiven Beschäftigung mit dem Thema, beeinflußt aus verschiedenen Lehren. Diese Beschäftigung ist noch lange nicht abgeschlossen und damit unvollständig. Ich erhebe daher keinen Anspruch auf Richtigkeit und Allgemeingültigkeit der hier dargestellten Sachverhalte. Dieser Artikel soll Impulse für eigenständiges Erforschen des eigenen Körpers setzen und eine Basis für den fachlichen Austausch mit anderen Menschen sein. Inhalte sind vor deren Umsetzung ausführlichst zu prüfen und ggfs auf die eigenen Umstände anzupassen, ggfs unter Hinzuziehung eines Fachmanns. Überdies ist der hier beschriebene Weg höchst individuell und somit sicherlich nciht direkt übernehmbar. Ich empfehle die Lektüre dieses Artikels erst, wenn die anfängliche Begeisterung am Sport einer kontinuierlichen Auseinandersetzung mit Körper und Training gewichen ist und sich Kontinuität eingestellt hat.

Ich möchte mich ein wenig erklären.

Ich habe bereits in den vergangenen Monaten immer mal wieder fallen gelassen, daß ich für mich nicht den klassischen Weg des parkourbegleitenden KRafttrainings gehe, sondern mich an Methoden aus T’ai Chi und Qi Gong sowie Arbeiten von Feldenkrais und Rolf anlehne und über meine Lehrer noch weitere Ansätze kennengelernt habe. Wenn konkrete Nachfragen dazu kamen, wurde ich meist ausweichend; etwas selbst zu erforschen und umzusetzen heißt noch lange nicht, daß man es sinnvoll erklären kann, gerade bei einem Thema wie diesem. Nachdem ich aber in letzter Zeit immer wieder auch Trainingspartner auf Körperhaltung etc. hingewiesen und verschiedene Weisheiten abgesondert habe (à la „die meisten Menschen können noch nicht mal richtig stehen oder gehen und wollen gleich Riesensprünge machen“) habe, ist es nun wohl an der Zeit, einige Dinge zu erklären.

Vorweg: was ich hier beschreibe, hat keine so schnellen Trainingserfolge wie intensives Krafttraining etc. Dafür sind die Erfolge erheblich langfristiger. Mein Ziel ist nicht, schnell krasse Sachen machen zu können. Mein Ziel ist, meinen Körper vernünftig bewegen zu können – auch noch in 20, 40, 60 Jahren – und dabei gesund zu bleiben. Das ist mit dem klasischen Krafttraining m. E. nicht gegeben.

Erst mal bin ich entsetzt, wie wenig wirkliche Kenntnisse über den Körper in der Parkourszene kursieren. Bestenfalls gibt es noch ein wenig Austausch, wie Krafttraining auf die Muskulatur wirkt. Klassische Trainingslhre ist allerdings nach meiner Beobachtung in der Szene kaum bekannt. Ebenso wie Wissen über Körperstruktur, Körperfunktionalität, Zusammenhänge im Körper. Ist das nicht verrückt? Dabei ist doch der Körper unser Werkzeug, mit dem wir agieren. Ich beobachte so oft, daß Körper falsch gehalten, bewegt, eingesetzt werden, daß es ein Jammer ist, daß das kaum wen zu interessieren scheint.

Was ist in diesem Sinne Körperstruktur? Vorsichtig angenähert: der Körper besteht aus unglaublich vielen Bestandteilen, die alle ihre Aufgaben haben und so zusammenwirken, daß ein möglichst sinnvolles Gesamtergebnis entsteht. Im Körper hat letztlich alles mit allem zu tun. Werden die Muskeln viel bewegt, wird sich der Stoffwechsel anpassen. Registriert das Nervensystem Anspannung, wird sich die Durchblutung ändern, der Stoffwechsel verändert sich, die Muskeln gehen in Anspannung. Und so weiter – auch wenn er aus vielen Elementen besteht, ist der Körper eine funktionelle Einheit.

Diese zusammenwirkenden Elemente des Körpers sind in diesem räumlich angeordnet. Nicht nur, aber gerade beim Bewegungsapparat hängt von dieser räumlichen Anordnung wesentlich ab, wie der Körper arbeiten kann. Eine sinnvolle Körperstruktur ist meiner Ansicht nach gegeben, wenn der Körper so angeordnet ist, daß er seine Aufgaben optimal wahrnehmen kann. Logisch, oder?

Das ist für Parkour alles andere als unerheblich. Ein in sich stimmiger Körper bewegt sich erheblich leichter, flüssiger, beweglicher, und vor allem nachhaltig gesünder als ein schlecht organisierter.
Die meisten Menschen aber haben erhebliche Tücken in ihrer Körperorganisation. Auf Details komme ich später noch zu sprechen. Die Ursachen sind vielfältig: wenig Bewußtsein für die Kultivierung des Körpers, Bewegungsmangel durch einseitige Arbeiten oder Dauersitzen in Schule oder Büro. Und wahrscheinlich etliches mehr.

Da liegt es doch nahe, seinen Körper zu trainieren, Kraft aufzubauen, um das alles wieder ins Lot zu bringen, oder?

So leicht ist es leider nicht. Gehen wir noch mal einen Schritt zurück. Der Körper ist unglaublich komplex, und alles hängt mit allem zusammen. Eine Veränderung an einer Stelle wird auch immer das Gesamtsystem betreffen, ob nun positiv oder negativ. Was passiert jetzt, wenn wir einfach nur Krafttraining machen, einzelne Muskelpartien stärken? Die Verhältnisse im Körper verändern sich, und da nur die Muskeln trainiert werden, ist das ein ungezielter, einseitiger Eingriff. Ob das wohl so gut ist?

Schauen wir doch mal hin, was passiert da im Körper? Was gibts da eigentlich noch? Zunächst ist zu betonen, daß Muskeln nicht gleich Muskeln sind. Muskeln haben unterschiedliche Aufgaben, und nur einen Teil davon können wir überhaupt willentlich ansteuern. Klingelt da was? Selbst mit dem besten Krafttraining kann ich noch nicht mal das gesamte Muskelsystem trainieren. Bereits da wird ein Ungleichgewicht entstehen – ich trainiere eben automatisch einige Bereiche stärker als andere. Und was hängt da noch mit dran?

Die Muskeln beeinflussen auch die Stellung der Körpersegmente zueinander. Viele Leute, die die Brustmuskeln viel trainiert haben, ohne die entsprechenden Antagonisten (Gegenspielermuskeln) gleichermaßen mitzutrainieren, riskieren eine Verkürzung eben dieser trainierten Muskeln. Siehe da – gegenüber einer ausgewogenen Stellung wandern die Schultern nach vorn. Die Muskeln der Waden und Schenkel ziehen letztlich am Becken, können dieses kippen, so daß es seine Funktion, die Organe zu beherbergen, nicht mehr richtig erfüllen kann und so im organischen Bereich Funktionseinschränkungen oder gar -störungen mit sich ziehen kann. Huch, gemerkt? Ich hab doch nur meine Muskeln trainiert, und plötzlich sind die Organe mit im Spiel?
Sind sie sowieso. Körperliche Aktivität an sich wirkt ja schon auf den Stoffwechsel. Zum einen direkt, durch den Energiebedarf. Zum zweiten durch die Ausschüttung von Hormonen aller Art, die im Körper verschiedene Steuerprozesse bewirken. Und nicht zuletzt über die Atmung. Ja, Atmung ist ein großes Thema im Sport. Wer hat das noch nicht gemerkt, daß ich je nach Bewegung u. a. auch meinen Atemstrom beeinflusse? Mal schneller atme, mal presse oder was auch immer? Das wirkt natürlich auch auf die Organe. Über das Zwerchfell. Weil dieses sich beim Atmen permanent hebt und senkt und dabei auf die Organe… ach was, les es nach, wenns Dir wichtig ist, wirst Du schon rauskriegen, wie Organe und Zwerchfell zusammenhängen. Hier nur so weit: das ist an sich natürlich, aber je nachdem, wie wir mit Atem umgehen, hab ich manchmal meine Bedenken.

An dieser Stelle natürlich der unvermeidliche Hinweis, daß auch Atmung ein Thema für sich ist…

So, ich glaube, damit ist genug gesagt, warum ich von reinem, isoliertem, blindem, leistungsorientierten Krafttraining rein gar nichts halte. Meine Güte, unser Körper ist erheblich mehr als nur Muskeln. Muskeln bilden sich schnell, der ganze Rest – auch schon der Rest des Bewegungapparates – braucht erheblich länger. Versteh mich keiner falsch – ein gewisses Maß an Krafttraining find ich schon sinnig, und Körperentwicklung insgesamt auch. Nur erheblich bewußter, als wir es bisher tun.

Bei den komplexen Wechselwirkungen im Körper brauchen wir noch nicht mal so weit zu gehen, es reicht schon, beim Bewegungsapparat an sich zu bleiben und da genauer hinzusehen. Eine gute Basis für Verständnis in dieser Richtung hat Hebertiste in einem famosen Post auf Parkour.net gelegt: Thread „Wrist and Ankle Strenghtening“. Er betont dabei, daß es nicht drum gehen kann, einzelne Körperregionen zu trainieren, sondern daß es vielmehr um das Zusammenspiel der Muskeln insgesamt geht. Hebertiste hat das so ausführlich rübergebracht, daß ich das hier nicht mehr vertiefen möchte.

Einige Beispiele aber möchte ich noch anbringen für solche komplexen Körperzusammenhänge.

Erstens.

Ich habe mir vor einigen Monaten den Atlaswirbel korrigieren lassen. Das ist der oberste Halswirbel, auf dem der Kopf ruht. Der war etwas verschoben gewesen. Als der korrigiert war, waren plötzlich meine Beine gleich lang – vorher waren sie deutlich unterschiedlich gewesen. Wahnsinn, oder? Offensichtlich war durch den verschobenen Wirbel eine Spannung in der Wirbelsäule entstanden, die sich die ganze Wirbelsäule entlang bis ins Becken übertragen und dieses leicht schief gestellt hatte. Und wenn das Becken schief ist, ist es kein Wunder, wenn die Beine unterschiedlich lang sind.

Ganz im Ernst – wie viele Leute rennen mit unterschiedlich langen Beinen durch die Gegend, nutzen ihre Gelenke ab oder bekommen Einlagen, die in den allermeisten Fällen rein gar nichts verbessern? Okay, das mit dem Wirbel mag nicht die einzige mögliche Ursache sein. Doch kennen selbst wenige Ärzte solche Möglichkeiten von Zusammenhängen.

Zweitens.

Immer, immer, immer hatte ich im Parkour Probleme mit den Knien. Da bin ich nicht der einzige. Ich hab sogar schon Leute getroffen, deren Knie kaputt waren – bis hin zur Unfähigkeit, sich schmerzfrei zu bewegen – ohne daß sie Sport gemacht hatten. Viele Leute im Parkour haben mit ihren Knien zu tun. Wie kann das sein? Unachtsamkeit bei Landungen, zu große Sachen? Auch. Aber ich vermute, daß viele Leute (nicht nur Traceure, generell in unserer Gesellschaft) Haltungsschäden haben, die bewirken, daß die Knie in Mitleidenschaft gezogen werden. Bei jedem einzelnen Schritt.

Bei vielen Leuten etwa sind die Beine unnatürlich nach außen gedreht, wobei die Drehung bereits im Becken oder auch woanders liegen kann. Das Knie ist aber ein Scharniergelenk, welches nur in der Vor-Zurück-Bewegung ordentlich arbeitet. Wenn es jetzt schräg gestellt ist, aber eine Bewegung nach vorne ermöglichen soll, ist eigentlich offensichtlich, daß das nicht lange gut geht.

Bei mir wars der Plattfuß. Ebenfalls ein häufiges Problem. Ein gesunder Fuß verteilt beim Stehen seine Last auf drei Punkte: innerer Ballen, äußerer Ballen, Ferse. Bei vielen Dingen in Bewegung (Landungen aller Art sowieso, aber auch z. B. Fuß absetzen beim Barfußgehen) fällt die Ferse als Druckpunkt weg, aber der Fuß verteilt seine Last immer noch auf äußeren und inneren Ballen gleichmäßig. Darüber hinaus hat der Fuß ein doppeltes Gewölbe, wölbt sich also längs und quer. Und genau dieses Gewölbe fehlte bei mir. Die Folge: das Gewölbe trug nichts, der Fuß knickte bei jeder Bewegung nach innen. Auch bei Landungen, ganz fatal. Und wenn der Fuß nach innen knickt, ist entsprechend auch die Gewichtsverteilung eine andere, werden die Muskeln zwischen Unterschenkel und Fuß anders belastet. Das führte zu einer Einseitigkeit, die sich bis ins Knie fortsetzte – welches damit auch unausgewogen belastet wurde. Ich habe in der letzten Zeit verstärkt Übungen gemacht, die das Fußgewölbe wieder aufrichten, und siehe da – meine Haltung hat sich enorm verbessert. Ich hab am letzten Wochenende mal wieder Parkour trainiert, und das war das erste, bei dem ich wirklich vollständig beschwerdefrei nach Hause ging, was die Knie angeht. Auch hier wieder, oft wird gesagt, man müsse nur die Beine kräftigen, damit die Knie die Belastung aushalten. Dabei gehts aus meiner Sicht zuallererst immer darum, den Gelenken die Funktionalität wieder zu ermöglichen, für die sie vorgesehen sind.

Und? Geschnallt, wie komplex der Körper ist und was wir ihm da dauernd antun?

Ja, wie kann man da jetzt sinnvoll gezielt vorgehen, um seinen Körper gut zu entwickeln? Ich schicke vorweg, daß ich nur extrem wenigen Menschen zutraue, darauf eine sinnvolle Antwort zu haben. Das ist mit ein Grund, warum ich diesen Artikel schreibe – um weitere Menschen auf diese Spur zu setzen. Das hat eben mit der Komplexität zu tun und damit, daß Menschen gern zu separativem Denken neigen. Das betrifft leider im hohen Maße auch die (Sport-)Medizin – sicherlich sind in Sportmedizin und Trainingslehre einige gute Aspekte zu holen, aber den kompletten Überblick haben da meiner Erfahrung nach nur wenige. Das hat viel mit Fragestellung und Untersuchungsmethoden zu tun. Viele der medizinischen Erkenntnisse sind am Seziertisch gewonnen worden, am toten Menschen. Nur lassen sich an toten Körpern eben Haltungsaspekte nur schwer herausfinden – da man eben nicht direkt beobachten kann, was im lebenden Körper passiert. Es gibt wissenschaftliche Gebiete, die sich mit so was näher auseinandergesetzt haben – etwa dem Rolfing, welches sich gezielt mit eben diesen Fragen auf körperlicher Ebene beschäftigen. Äußerst spannende Ansätze gibt es auch etwa bei Feldenkrais, der Bewußtheit für und durch Bewegung untersucht und ein System der Selbstregulation des Körpers entworfen hat, oder in den fernöstlichen Disziplinen, wie dem T’ai Chi und dem Qi Gong. Aber auch hier gilt wieder, daß das oft dogmatisch auf die Bewegungen reduziert worden ist und es nur wenige Lehrer gibt, die wirklich die Zusammenhänge begriffen haben und lehren können. …und so kommt man kaum drumrum, sich in allen diesen Lehren mal umzusehen, fähige Lehrer und Quellen zu findn, sich ein eigenes Bild zu machen, viel selbst auszuprobieren und all das zu einem Gesamtbild zusammenzufügen. Sprich: seinen eigenen Weg zu gehen. Eben: Parkour.

Was aber kann man jetzt wirklich tun, wirklich trainieren? Da komme ich jetzt an mein Problem. Es gibt sehr gute, kraftvolle Übungen – aber die kann ich in diesem Rahmen nicht zeigen. Das sind Sachen, die im Rahmen einer längeren, systematischen und persönlich angepaßten Ausbildung laufen müßten, und die kann ich noch niemandem geben. Aber es gibt dennoch zumindest einige Richtungen und vereinzelt auch Übungen, die ich hier erläutern kann.

Zunächst: sieh das Training, was ich hier vorschlage, als Ergänzung. Bei aller Kritik an blindem Krafttraining solltest Du Dein bisheriges Training m. E. ruhig weiterführen, wenn es nicht ganz und gar verheerend ist. Oft ist es besser, etwas nicht ganz perfektes zu tun, als überhaupt nichts zu tun. In vielen Fällen dürften die Folgen von Bewegungslosigkeit erheblich tragischer sein als ein nicht 100% ideales Training. Von daher, laß Dir von mir bloß nichts ausreden. Je bewußter Du wirst, je besser Du Deinen Körper kennenlernst, desto mehr wird sich ohnehin Dein Training anpassen und verändern.

Schon ein kleines bißchen Training am Tag reicht. Es geht mehr um die Qualität, um die Intensität der Wahrnehmung, als um Dauer. Ich persönlich mache täglich zwei Mal Arbeit dieser Art – nach dem Aufstehen und vor dem Schlafengehen. Gibt mir gleichzeitig viel Sammlung für genau diese Zeiten. Trainingsdauer ist bei mir. jeweils zwischen fünf Sekunden und dreißig Minuten – je nachdem, was gerade anliegt.

Und noch etwas vorweg: versuche nicht, blindlings irgend welche Haltungen willentlich korrigieren zu wollen. Es mag sein, daß Dir beim Lesen dieses Textes Fehlhaltungen Deines Körpers auffallen. Doch ich habe ja bereits dargelegt, daß Fehlhaltungen ihre Ursache oft ganz woanders haben. Wie wir noch sehen werden, muß das noch nicht mal im Körper sein. Wenn Du jetzt einfach nur angespannt Dich drauf konzentrierst, das Becken vor- oder zurückgeschoben zu halten oder so was, wirst Du nicht viel ändern, was wieder mit den strukturellen Gegebenheiten im Körper zu tun hat. Ein verdrehtes Knie etwa wirst Du nicht dadurch „heilen“ können, daß Du Dein Bein anders hältst, wenn die Ursache z. B. in der Hüfte oder im Fuß liegt. Im Gegenteil fügst Du nur eine weitere Spannung hinzu. Und: was ich hier beschreibe, braucht Zeit. Keine Eile. Es kann sogar sein, daß Du zunächst eine Verschlechterung wahrnimmst – was dann aber oft eher eine gesteigerte Wahrnehmung als eine Vwerschlimmerung ist udn damit eigentlich ein Zeichen für Fortschritt.

So, los gehts:

Aus meiner Erfahrung heraus stelle ich hiermit die These auf: die Basis ist Bewußtheit, ist Aufmerksamkeit. Die meisten Menschen spüren ihre Körper nicht wirklich. Die allermeisten Menschen sind in ihrer Wahrnehmung sehr weitgehend auf ihren Kopf fixiert. Menschen, die sich durch Training schon mit ihrem Körper beschäftigt haben, mögen das nicht mehr so ausgeprägt haben. Dennoch frag Dich mal, hier und jetzt: wo spürst Du Dich?

So ziemlich jeder Mensch hat Wahrnehmungslücken, was den eigenen Körper betrifft. Wie erwähnt sind manche nur auf ganz wenige Punkte zurückgezogen, bei vielen der Kopf. Aber Lücken hat fast jeder. Und in der Regel sind es genau diese Lücken, die funktionell nicht ordentlich arbeiten. Es gibt tolle Übungen – wie gesagt, schwer zu vermitteln – die viel im Körper wieder geraderücken. Aber die Basis ist und bleibt eben die Bewußtheit, die Aufmerksamkeit, dem Körper entgegenzubringen. Bzw uns überhaupt – wir haben ja nicht nur einen Körper, in erster Linie sind wir ein Körper.

Wo die Aufmerksamkeit nicht ist, da können die einzelnen Elemente des Körpers nicht wirklich zusammenarbeiten. Meine Überzeugung. Es gibt zudem Theorien, daß genau an diesen Stellen im Rahmen des „Körpergedächtnisses“ oft unbequeme Erinerungen gespeichert sind und wir das daher meiden, da näher hinzusehen. Ob das so ist oder nicht lasse ich mal dahingestellt – daß die Seele mit der ganzen Geschichte zu tun hat, sehen wir aber gleich auch noch.

Ganz am Anfang habe ich behauptet: die meisten Menschen können noch nicht mal vernünftig stehen. Okay, greifen wir das auf und schauen mal, wie Stehen eigentlich funktioniert. Stellen wir uns mal hin – jetzt beim Lesen vielleicht erst einmal im Geiste, laß es Dir aber nicht nehmen, das später mal wirklich auszuprobieren.

Eine sinnvolle Körperstruktur, schrieb ich oben, sei dann gegeben, wenn der Körper so angeordnet ist, daß er seine Funktionen bestmöglich erledigen kann. Ein Grundgedanke übrigens, der das Rolfing prägt und mit dem ich mich mehr als anfreunden kann. Welche Funktionen hat denn der Körper? Zum einen natürlich die Lebenserhaltung und Selbstversorgung, wozu Atmung, Kreislauf, Stoffwechsel, Entgiftung etc. gehören. Natürlich Reizaufnahme (Sinnesorgane) und deren Verarbeitung und Umsetzung in angemessene Handlung (Nervensystem). Diese BEreiche lasse ich, so wichtig sie für sich sind, hier erst mal außer Betracht; sie müssen selbstverständlich mit gewährleistet sein, aber an dieser Stelle interessiert mich als Traceur zunächst der Stütz- und Bewegungsapparat, der natürlich mit allen anderen Funktionen verbunden ist; soweit das bedeutend ist, werden wir diese später mit einbeziehen.

Dieser Teil, der uns hier interessiert, hat für den Körper die Aufgabe: sich zu bewegen. Und: den Körper gegen die Schwerkraft zu halten.

Das mit der Schwerkraft ist unbedeutend? Oh nein, durchaus nicht. Es gibt im Tierreich kaum Lebewesen, die dauerhaft auf zwei Beinen stehen können, so wie wir. Das ist ein kleines Wunder der Evolution. Die Techniker versuchen immer noch, das zu imitieren. Es gibt ganze Robotermeisterschaften im Fußball, und die wohl komplizierteste Disziplin dabei ist, die Roboter wirklich auf zwei Beinen stehen und laufen zu lassen. Wir Menschen haben es bisher nicht überzeugend geschafft, das zu imitieren, was wir vom ersten Lebensjahr an unser ganzes Leben lang so selbstverständlich tun. Ein kleines Wunder der Natur – von denen wir Menschen so unglaublich viele beherbergen.

Es ist die Schwerkraft, die uns immer wieder gen Boden zieht. Es ist für unseren Körper eine (meist unbemerkt ausgeführte) Daueraufgabe, uns mit möglichst wenig Aufwand im Lot zu halten. Ständig wird unser Kopf mit vollem Gewicht runtergezogen und drückt über den Hals auf den Körperstamm, vor allem die Wirbelsäule. Oberkörper und Kopf drücken gemeinsam mit vollem Gewicht ständig auf das Becken. Und das leitet den Druck weiter durch die Beine über die Knie bis hin in die Füße, wo der Druck im Erdboden verschwindet. Der Körper ist so genial organisiert, daß er in gutem Zustand sich selbst völlig mühelos gegen die Schwerkraft halten kann.

Dieser Idealzustand ist allerdings nicht gerade weit verbreitet. Die meisten Menschen leisten Haltearbeit, die eigentlich gar nicht notwendig wäre, oder geben an den falschen Stellen dem Zug der Schwerkraft nach. Bei manchen stimmt das mehr, bei manchen weniger, aber richtig gut ausgewogene Menschen sind sehr selten.

Von daher: steh einfach mal, spür den Druck der Schwerkraft, und spüre, was Dein Körper damit macht. Experimentiere ein bißchen, wie sich das Haltemuster Deines Körpers verändert, wenn Du Dich leicht nach vorne oder nach hinten neigst. Oder zur Seite. Wenn Du Dich streckst, wenn Du Dich klein machst.

Wenn Du ausgewogen stehst, stehst Du von alleine gerade, ohne Dich zu halten. Der Kopf schwebt dann mühelos über dem Körper, Ohren, Schultern, Hüfte, Becken, Knie und Knöchel bilden eine senkrechte Linie, so daß die Kraft nicht gehalten werden muß, sondern die Körperstatik selbst Dich aufrecht hält. Das kann der Körper nämlich ganz von allein, ohne daß jedwede Anstrengung nötig ist.

Noch einmal: wenn Du nicht ideal stehst, versuch gar nicht erst, eine andere Haltung anzunehmen, das ist meist kontraproduktiv. Nimms einfach wahr und spür rein. Stehst Du wirklich auf Deinen Füßen? Ist Dein Schwerpunkt ordentlich unten, oder wackelt Dein Oberkörper über dem Becken? (daß der „gefühlte“ Schwerpunkt weit hochrutscht passiert n. m. B. vor allem Menschen leicht, die sonst nur ihren Kopf spüren). Stell Dich – mehr mit Deinem Gefühl als mit Deinem Körper – richtig auf die Füße. Die Beine nicht ganz durchstrecken, dennoch entspannt (ja, das geht!). Und dann spür in Deinen Körper rein. Stehst Du locker? In einer guten Haltung sind Deine Muskeln in einem recht neutralen Zustand. Nicht völlig abgeschlafft, aber definitiv auch nicht angespannt. Scanne Deinen Körper durch. Gibt es Stellen, die Du nicht bewußt ansteuern kannst, von denen keine Rückmeldung kommt, wie es ihnen gerade geht? Dann werden diese Stellen in der nächsten Zeit etwas Aufmerksamkeit nötig haben. FIndest Du Stellen, die zu stark angespant sind? Dann laß sie los. Beobachte, was dadurch sich in Deinem Körper verändert.

Und glaube nicht, Du müßtest irgend etwas anspannen, um Dich zu halten. Die zum Halten benötigte Muskulatur unterliegt zum allergrößten Teil gar nicht Deiner bewußten Willenskraft; es ist ein alter, unbewußter Teil des Hirns, welcher das steuert; deswegen lassen sich diese Muskeln auch nicht wirklich trainieren. Wir meinen oft, uns halten zu müssen – und benutzen die willkürliche, die Bewegungsmuskulatur für Halteaufgaben. Und riskieren damit, daß die Haltemuskeln dabei verkümmern. Und haben auch noch einen Teil unserer Kraft und Beweglichkeit dauerhaft gebunden. Blöde, nicht wahr?

Daher: loslassen. Alles, was angespannt ist.

Dann achte mal auf Deine Füße. Bei den Füßen fängt alles an, sie sind das Grundfundament unseres Stehens. Ich hab zu ihnen ja oben schon was geschrieben. Wie sind Füße eigentlich aufgebaut? Welche Knochen geben die Struktur, welche Muskeln, die wo ansetzen, ermöglichen die Bewegung? Ein Fuß ist ein wahrhaft irres Konstrukt. Hast Du wirklich mit jenen drei Punkten Bodenkontakt? Hält sich Dein Fuß selbst durch das Gewölbe? Spürst Du den Fuß als einen Klumpen, der halt auf dem Boden aufhaut beim Gehen, oder ist er mehr? Vor allem lange Menschen scheinen mir oft wenig Bezug zu ihren Füßen zu haben. Füße haben eine Greiffunktion – kannst Du die nutzen? Kannst Du Dich barfuß im Stehen mit den Zehen vorwärts ziehen? Kannst Du Dinge mit den Zehen vom Boden aufheben? Wie beweglich sind Deine Füße? Probiere viel mit ihnen rum. Vielleicht untersuchst Du sie mal genauer, fühlst nach, wo die einzelnen Teile sitzen. Probierst Bewegungen damit aus. Experimentierst mit dem Kontakt zum Boden beim Stehen. Oder gibst ihnen einfach mal eine ausführliche Massage – aber nicht rein „technisch“, sondern etwas achtsam und bewußt dabei. Das alles mag ein wenig verrückt klingen, aber aus Erfahrung bin ich der Überzeugung: mit Bewußtheit in den Füßen wird der Kontakt zum Boden besser – und ja, auch die Haltung.

Dieselbe Art von Aufmerksamkeit sollte man jedem Körperteil ab und zu geben. Sich dafür interessieren, reinspüren, Spannungen auflösen, sofern vorhanden. Gerade auch bei Körperteilen, die man wenig spürt. Meine Erfahrung: durch die Bewußtheit integrieren sich die einzelnen Teile in den Körper, womit sich auch die Beweglichkeit erheblich steigert.

Dann noch ein paar Worte zu Deinem Kopf: viele Leute rennen mit vorgestrecktem Kopf herum und erzeugen damit eine deutliche Spannung in der Wirbelsäule, an die der Kopf mit angeschlossen ist. Ein Kopf gehört schwebend über die Wirbelsäule, wenn er ständig nach vorn gestreckt wird, wird er zwangsläufig schwer und muß vom Körper mühevoll gehalten werden. Leute, die viel im Kopf sind, viel denken, sind besonders anfällig dafür – der berühmte „schwere Kopf“. Oder eben Leute, die sich verstecken – sich im Alltag kleiner machen, als sie eigentlich sind, sich zurückziehen, eher defensiv sind, vielleicht Angst haben. Typisches Bild: Kopf eingezogen, meist Die Schultern hochgezogen, manchmal vornübergebeugt. Wozu das? Da geht fürchterlich KRaft verloren. Wenn Du also in Deiner Übung stehst, dann achte mal drauf, wo Dein Kopf rumhängt, wie Du Dich damit fühlst. Es sind meist seelische Dinge, die solche Deformierungen hervorrufen, oft Gefühle, an die wir uns so gewöhnt haben, daß es Normalzustand ist. Solche Dinge lösen eine Menge Spannungen und Fehlhaltungen im Körper aus – wer einen funktionsfähigen Körper haben will, kommt also nciht drumrum, sein Leben in den Griff zu kriegen. Daß der Körper Ausdruck seelischer Prozesse ist, ist eine Binsenweisheit, absolut nicht neu. Daß ein ausgewogener Körper es der Seele leichter macht, stimmt ebenso.

Zurück zu Deinem Kopf: wenn Du stehst, dann spür mal Deine eigene Größe. Hey, Du bist ein Mensch, nicht mehr, aber vor allem auch nicht weniger! Du hast Deinen Platz auf unserer Erde, kein Grund, den Kopf hängen zu lassen. Nimm Dir Deinem Raum, spür (nicht denk! Spür!), wie Du Dich ausweitest, in alle Richtungen, nach vorn, nach hinten, nach links, nach rechts, nach unten und nach oben. Nimm Dir Deinen Raum – und schau mal, was Dein Kopf so tut…

Von daher, experimentiere mit Deinem Körper. Spür rein, löse Spannungen, schau, wie Du Dich veränderst. Du wirst u. U. auf echt verrückte Sachen stoßen, die keiner Dir glauben wird, die aber reichlich real sind. Vergiß aber nie, daß Dein Körper mehr ist als die Summe seiner Teile. Schau, daß Du auch regelmäßig in Deinen ganzen Körper reinspürst.

Das ist für mich die Basis. Wenn Du das drauf hast, kannst Du damit experimentieren, die Leichtigkeit des sich-selber-Tragens in die Bewegung mit reinzunehmen. Allerdings erst mal nur in langsame Bewegungen, sonst verlierst Dus sehr schnell wieder. Keien Sorge, in Deinen Parkour und Deinen Alltag baut sich das von selbst mit ein – mit der Zeit. Und ich rede hier nicht von zwei Tagen, sondern von Monaten. Aber dafür dauerhaft.

Eine dringende Mahnung an dieser Stelle: auf diese Weise kannst Du an körperliche Grenzen kommen, und auch seelisch kann einiges abgehen. Wahre Deine Grenzen, paß auf Dich auf! Mach immer nur das, was für Dich gerade angemessen ist, gehe nicht leichtfertig über gewisse Schwellen drüber! Bei Bedarf such Dir die richtige Hilfe. Du wirst wissen, was ich meine.

Ja, wie weiter? Ich hatte das Glück, einen sehr fähigen Lehrer zu haben und nebenbei über die richtigen Quellen zu stolpern. Den Luxus hat nicht jeder. Es gibt etliche Wege, sich weiter Impulse zu holen:

– eigenes Experimentieren. Da kommst Du letztlich nicht dran vorbei, wenn Du Deienn Körper angemessen entwickeln willst.
– Sportmedizin, Trainingslehre und klassische Anatomie können Dir viel über Deinen Körper zeigen – vorausgesetzt, Du sammelst kein totes Wissen an, sondern überträgst die Erkentnisse auf Dich.
– entsprechend können auch Fachleute dieser Richtungen Dich ein Stück weit begleiten – Sportmediziner, Orthopäden, Physiotherapeuten, Körperarbeiter etc. Wirst bald ein Gefühl dafür kriegen, welche Dich auf Deinem Weg weiterbringen und welche nur Symptome kurieren.
– Rolfing ist ein System, welches sich eben mit der Ausrichtung des Körpers beschäftigt und in etlichen Details körperstrukturelle Feinheiten untersucht hat, mit teilweise erstaunlich guten Ergebnissen, wissenschaftlich wertvoll, aber noch kaum in die Praxis integriert. Für ein Verständnis des Körpers find ich die Rolfing-Werke (ergänzend) gut. Allerdings ist deren Richtung extrem sparsam mit Hinweisen, was man selber machen kann – man soll doch bitte in deren Praxen kommen und sich gegen entsprechende Bezahlung ausrichten lassen. Ist bestimmt nicht übel, kann für mich aber eigene Auseinandersetzung mit Körper und Bewegung nicht ersetzen.
– Feldenkrais hat ähnliche Ziele wie Rolfing, geht aber ganz andere Wege: „Bewußtheit durch Bewegung“. Feldenkrais paßt nicht den Körper den Bewegungen an, sondern korrigiert Bewwegung an sich, so daß der Körper sich entsprechend einrichtet. Durchaus veritabler Ansatz, und im Gegensatz zu Rolfing schmeißt Feldenkrais in seinen Büchern mit praktischen Übungen nur so um sich. Aber es gibt durchaus auch nicht zu teure Gruppen, in denen unter fachkundiger Anleitung trainiert werden kann.
– sollten tatsächlich psychische Dinge auftauchen, ist natürlich bei entsprechendem Bedarf der Psychotherapeut zuständig. In leichteren Fällen helfen auch gute Freunde oder andere Vertrauenspersonen weiter 😉
– die asiatischen Ansätze wie T’ai Chi und Qi Gong haben gute Grundlagen für Körperkorrektur. Allerdings laufen da die Dinge nicht allzu offensichtlich ab, man muß dem Lehrer vertrauen, daß das auch weiterbringt (zumindest am Anfang, bis man paar Dinge verstanden hat). Setzt allerdings voraus, daß der Lehrer nicht nur ein Programm abzieht, sondern auch wirklich weiß, was er tut. In der Szene laufen sowohl Idioten rum wie sehr fähige Leute – und das ist leider schwer auseinanderzuhalten am Anfang. Stark aufs Gefühl hören. Wenns gut ist, ist das ein sehr kraftvoller Weg zu sich selbst, auch aber nicht nur auf der körperlichen Ebene.
– und natürlich: Deinen eigenen Weg gehen. Wer weiß, was Dir so alles begegnet, woher Du DIr noch so Impulse ziehen kannst.

Noch einmal meine Warnung: verlaß Dich nicht auf das, was Du hier gelesen hast. Es ist in jedem Fall erheblich unvollständig, manche Dinge mögen vielleicht Mißverständnisse meinerseits sein. Wenn Du Deinen Weg gehen willst, mußt Du es ohnehin auf Deinen eigenen Füßen tun. Prüfe alles hier Geschriebene sorgfältig, bevor Du es für Dich übernimmst. Und mach Dein eigenes draus. Mir ging es nur drum ,aufzuzeigen, was es noch so alles gibt – den Blick zu schärfen für eigene Beschäftigung mit einigen Themen. Wenn mir das gelungen ist, dann hat sich all die Tipperei letztendlich gelohnt 😉

Ich würde mich riesig über Rückmeldungen freuen. Über Tipps, Korrekturen, Ergänzungen, Kommentare, Fortschrittsberichte aller Art. Scheu Dich nicht, Dich zu melden. Gerade in solchen Dingen freue ich mich über jede Art von Austausch. Hier als Kommentar an den Text oder gern unter parkour (at) maltehoevel.de.

Viel Spaß beim Ausprobieren – und meld Dich mal! Wird eh kaum Leute geben, die bis zum Ende dieses Textes durchgehalten haben.

Lieben Gruß,

Malte

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4 Kommentare zu Körpertraining und Körperstruktur

  1. Qwertzus sagt:

    Eine Sehr gute Arbeit Malte!!!
    Man bekommt einen anderen Blick für den Aufbau seines Körpers. Der Text und die Beispiele regen sehr zum Nachdenken an… ist meine Meinung, da sie Dies auch tun.
    Habe zum Beispiel selber Probleme mit der Haltung des Kopfes (nach vorn geneigt) und den Füßen (Spreizfuß, mit einlagen korrigiert)

    Nochmal großartige Arbeit!!!

  2. parkourblog sagt:

    Danke für die Rückmeldung! Das, was hier steht, mag schon ne ganze Menge sein, und doch ist es noch weit davon entfernt, daß ich wirklich Ahnung hätte 😉 Aber genau das war mein Ziel: den Blick zu öffnen für das, was es noch alles zu wissen gibt, und Neugierde zu schaffen, den eigenen Körper zu erforschen. Wenn mir das zumindest bei einigen Menschen gelingt, hat sich die Mühe gelohnt.

    In einigen schulmedizinischen und alternativen Richtungen gibt es ja durchaus Ideen etwa zur nachhaltigen Korrektur von Spreizfüßen. Überhaupt ein Bewußtsein für solche Dinge zu bekommen, kann zwar sicherlich fachmännischen Rat nicht ersetzen, bildet aber schon mal eine gute Basis dafür, überhaupt ein Verständnis des Körpers zu bekommen und die Zusammenhänge zu merken.

    Wünsche Dir viel Neugierde beim Experimentieren. Wenn Du für Dich was rausfindest, laß doch mal von Dir hören 😉 Freue mich über Austausch jeder Art.

    Lieben Gruß,

    Malte

  3. beckmann sagt:

    Interessante Gedanken
    schau mal hier vorbei
    http://www.senmoticblue.de

  4. cotf sagt:

    Hey, seltsam, dass ich erst jetzt über deinen Blog gestolpert bin. Jedenfalls hab ich mir vorerst alles auf der ersten Seite ruchgelesen, sind sehr viele iInteressante Denkanstätze dabei. Werd mich wohl in der nächsten Zeit verstärkt mit solchen Experimenten, die du hier beschreibst, vor allem dem Ballenlaufen beschäftigen.

    Tolle Arbeit!

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