Wildnistraining und Parkour – eine Einladung

Ich bin wieder da.

Zehn Tage lang war ich jetzt draußen in der Wildnis, in den französischen Pyrenäen, alleine mit mir selbst (bzw zu dritt, wie der Brite sagt: „Me, myself and I“), um meine Wildnisfertigkeiten zu testen und zu erweitern.

Dabei ist mir u. a. aufgegangen, wie viel für mich tatsächlich das (Über-) Leben in der Wildnis und Parkour gemeinsam haben. Inhaltlich läßt sich sicherlich eine Brücke bauen über das Überwinden von Hindernissen, die sich in der Wildnis meinem Überleben in den Weg stellen mögen. Aber es ist noch so viel mehr, vieles, was nicht in Worte zu fassen ist. Der Spirit ist einfach verdammt ähnlich, das Gefühl, welches für mich hinter beidem steht. Nicht umsonst gehört beides für mich ganz klar zu meinem ganz eigenen Weg.

Das sehe nicht nur ich so. Immer wieder, wenn ich unter Parkourbegeisterten von meinem Job als Wildnistrainer erzähle, melden sich Leute mit Interesse, so was auch mal zu machen.

Es wird Zeit für mich, Wildnis und Parkour mehr miteinander zu verknüpfen. Und deswegen biete ich Euch ein Experiment an, welches ich schon lang im Kopf habe und welches nun langsam Form annehmen soll:

Ein Wildnistraining für Leute aus der Parkourszene.

Ich möchte gern mein Wissen weitergeben an Leute, die wirklich interessiert sind. Und davon gibts unter Nachwuchstraceuren eine ganze Menge.

Folgende Idee daher: Euch ein Wildnistraining anzubieten, in welchem ich die wichtigsten Fertigkeiten zeige und vermittle, die zum (Über-) Leben in der Natur nötig sind. Dazu gehören der Bau einer Überlebenshütte (warm und trocken ohne Schlafsack und Zelt), das Feuermachen mit Holzreibung, Bogenschießen, Werkzeughandhabung, einige handwerkliche Fertigkeiten, Schleichen / Tarnen, Bewegung in der Nacht, Wahrnehmung, evtl Scoutfertigkeiten, Pflanzenwissen, Spurenlesen und einiges mehr – auch spontan variabel, je nachdem, was Euch genau interessiert.

Von der Dauer her wäre wohl ein Wochenende am sinnvollsten; voraussichtlich Ende August oder September 2007; Raum Köln/Bonn/Eifel. Hängt vor allem von dem Platz ab, den ich finde, und von meinem sonstigen Terminkalender.

Wer wirklich interessiert ist, ist mir herzlich willkommen.

Ach ja, Kosten: ich müßte schon die Kosten wieder reinkriegen und würde die dann unter den Teilnehmenden aufteilen. Das werden vor allem Platzmiete sein, wenn eine anfällt, Essenskosten und ein wenig Material- und Organisationskosten, aber im überschaubaren Rahmen. Darüber hinaus – ich werd Materialabnutzung haben und hab als Freiberufler laufende Kosten – freue ich mich natürlich über einen freiwilligen Beitrag. Das, was Ihr geben mögt, einfach.

Wenn jemand selbst die Organisationskosten nicht aufbringen kann, aber trotzdem sehr gern dabei sein möchte – sprecht mich an, wir finden eine Lösung. Am Geld solls nicht scheitern.

Je nach Interesse kann ich das auch gern noch mal wiederholen. Ich werde bei den Interessierten diejenigen vorziehen, die ich schon was länger kenne und die schon länger ihr Interesse signalisiert haben. Aber grundsätzlich steht das Training allen aus der Parkourszene offen – ich hab mir aus der Community dermaßen viel für mich mitgenommen, jetzt möchte ich auch mal zurückgeben 😉

Wenn Leute aus anderen Gegenden Interesse haben, nur zu – ich komme auch gern zu Euch raus. Voraussetzungen: zwischen 6 und 12 Leuten, die klar zur Parkourcommunity zu rechnen sind. Ein gemeinsames freies Wochenende ;-), Kostenerstattung incl. Anreise (Zugfahrkarte oder 25 ct/km Auto, die als Kosten durchaus realistisch sind) und freiwilliger Beitrag. Und dann brauch ich natürlich den geeigneten Platz dafür: ein Waldstück, wo auch Laubwald bei sein sollte, nicht zu verwachsen, welches wir nutzen dürfen, wo wir uns drin bewegen und Hütten bauen dürfen und wo wir Feuerholz und Material für einige handwerkliche Dinge rausholen dürfen (Absprache mit Förster bzw Waldbesitzer zwingend nötig, mit Jagdpächter sinnvoll); in der Nähe einen Platz, wo wir zelten und in gewissem Rahmen auch Feuer machen dürfen. Und das alles natürlich so, daß man nicht ständig durch andere Leute gestört wird. Sprecht mich einfach an, wir klären dann die Details.
Wer Interesse hat, kann sich gern ab sofort melden. Ich freu mich, von Euch zu hören!

Lieben Gruß,

Malte

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7 Kommentare zu Wildnistraining und Parkour – eine Einladung

  1. Tobi sagt:

    Yeah, super cool. Endlich! 😉 wenn es nur irgendwie zeitlich geht bin ich dabei.

  2. Jason sagt:

    Interesse besteht 😀
    Enis bestimmt auch.

  3. elMit sagt:

    hi, ich bin der elMit aus dem parkour.de forum. ich bin ernsthaft an deiner einladung interessiert da ich selber eine längere zeit bei den pfadfindern verbracht hab und mich ebenfalls sehr dafür interessiere, jedoch leider viel zu selten dazu komme meine kentnisse oder auch unkenntnisse anzuwenden oder zu korrigieren. ich hab dich in ICQ geaddet, über eine freischaltung würde ich mich sehr freuen. meine nr. ist: 266-658-065. wäre cool, wenn man dann evtl. näheres klären könnte wie termin, kosten etc.

    mfg
    elMit

  4. nike sagt:

    Hallo Malte!
    Bin begeistert von der Idee.
    Ein ähnlicher Gedanke entstand ja auch schon im letzten Sommer, konnte damals aber noch nicht umgesetzt werden…
    Wenn meine Gesundheit mitspielt, wäre ich gerne mit dabei. Allerdings hab ich momentan noch eine unschöne Nierenentzündung (musste daher auch meine Zeit in Hamburg verkürzen).
    Also von meiner Seite: Riesiges Interesse!!!

    Lg,
    nike

  5. parkourblog sagt:

    Hallo zusammen,

    Euer Interesse freut mich aufrichtig. Bei mir haben sich inzwischen so viele Leute gemeldet, daß ich zwei Termine anbiete – anders kommen nicht alle unter, ohne daß es eine Massenveranstaltung wird.

    Die genauen Daten stehen jetzt fest: http://www.maltehoevel.de/parkour/wildnis.htm.

    Ich freu mich auf Euch!

    Lieben Gruß,

    Malte

  6. parkourblog sagt:

    So, das Wochenende ist gelaufen. Doch nur eines – zum ersten hatte es nur eine Einladung gegeben.

    Fazit: höchst lehrreich. Bereits zum Thema Anmeldungen hab ich mehr als gelernt: von ursprünglich 16 „festen“ Anmeldungen sind letztlich nur sieben gekommen. Drei Abmeldungen kamen noch kurz vor knapp, zwei Leute, die sichs überlegen wollten, haben sich nicht mehr gemeldet und sind auch nicht gekommen. Damit war die Runde erheblich kleiner als gedacht.

    Einige der Abmeldungen waren mehr als nachvollziehbar, vor allem gesundheitliche Gründe. Andere waren mir schleierhafter – aber so ist das, wenn man „zu“ günstig arbeitet. Hätte ich 150 Euro genommen und 50 Euro Anzahlung, hätten sich weniger Leute angemeldet, aber die wären dann auch fast alle ziemlich sicher gekommen.

    Da die hohe Zahl von Abmeldungen nicht nur Plätze blockierte – das Seminar war wegen Überfüllung gesperrt gewesen – und ich völlig überdimensionierte Vorbereitungen (incl. Einkauf) getätigt habe, wird eine Anmeldung in Zukunft anders laufen müssen – ggfs sogar mit Ausfallgebühr bei Absage.

    Zwar sind die unmittelbaren Kosten (Essen, Platzmiete, Brennholz) reingekommen, aber mit Anfahrt etc. wars gerade kostendeckend, und ich hatte verdammt viel Vorbereitung. Nächstes Mal also ein anderer Anmeldemodus, und dann wirds für mich unkomplizierter.

    Richtig gut fand ich aber den Ablauf. Die kleine Gruppe hatte echt den Vorteil, daß es eben ein sehr kleiner Kreis war. Sehr familiär und gemütlich, mit unglaublich netten Leuten, war der Ablauf für mich echt unkompliziert. Ich bin recht geschafft angekommen und erholt wieder gefahren 😉

    Hab aus der Programmgestaltung eine Menge lernen können. Viel auch experimentiert, eigene Schwächen gefunden, Dinge ausgegraben, die ich nicht für möglich gehalten hätte. Selbst eine Menge Spaß gehabt – von daher hats sich auf jeden Fall gelohnt 😉

    Danke an alle, die dabei waren und zu diesem wunderschönen Wochenende beigetragen haben – es wird nicht das letzte gewesen sein. Und Dank auch an Silke, die mir unglaublich hilfreich unter die Arme gegriffen hat.

    Mehr vielleicht später – ich bin jetzt erst mal zehn Tage im Urlaub.

    Lieben Gruß,

    Malte

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